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Die hier vorgestellten Alben sind die bisherigen TOP ALBEN DES JAHRES 2016. Aus den in den ersten sechs Monaten im Zeitraum der vom 01. Januar bis zum 30. Juni bisher 692 bewerteten Alben haben wir für Euch die bisherige TOP 20 zusammengestellt. Ende September gibt es den Update und am Ende des Jahres eine Liste aller Bewertungen. Vielleicht ist ja gerade unter diesen besten 20 ein Album dabei, das Dir besondere Freude bereitet. Im Kasten unten rechts findet Ihr die Gesamtnote des jeweiligen Albums und in der Legende der Kaufempfehlungen die Angabe, welche Note ein Album benötigt für welche eingestufte Kategorie! Und wer jetzt noch weiter hinten steht, braucht sich auch nicht zu grämen, die TOP 50 Alben des Jahres werden im Dezember nochmals einer finalen Bewertung unterzogen.

 

 

 

 

TOP ALBEN 2016

Neue CD-Rezensionen

TOP Alben 2015

Startseite

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# 01) ZLANG ZLUT “CROSSBOW KICKS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Zlang Zlut - Crossbow Kicks

TITELVERZEICHNIS:

01.  Hit The Bottom
02.  Shake Me Up
03.  Against The Wall
04.  They Gave You Madness
05.  Little Demon
06.  Rage
07.  Freedom Is A Bitch
08.  Out Of Control
09.  Now
10.  Everlasting Dream
11.  Get Down

Label: Czar Of Revelations
Web: www.czarofcrickets.com

HARD ROCK BOOGIE

Für Fans von: AC/DC - Rage Against The Machine - George Thorogood

SCHWEIZ

Sehe ich mir die personelle Besetzung an, denke ich an natürlich sofort an die niederländischen „zZz“, die als Duo mit Orgel und Schlagzeug genau so aufgestellt sind. Allerdings fegt mich dann gleich das erste Stückchen mit einer Vehemenz vom Stuhl und ich möchte gar nicht glauben, dass das gerade mal zwei Männeken sind, die hier so derartig dröhnen, wie es manche fünfköpfige Band nicht auf die Reihe bekommt. BEAT SCHNEIDER (Cello, Moog Taurus Pedal) und FRAN LORKOVIC (Drums, Vocals) hören sich an, als ob der gute George Thorogood seinen Amp bis zum Anschlag aufgedreht hat und einen ultraharten Blues-Boogie-Rocker aus den Lautsprechern schickt. Für Fans von AC/DC, Sabbath und Faith No More“ steht dann auch richtiger Weise im Label-Info und das ist sogar noch harmlos beschrieben, als ich mich gerade am zweiten Brecher „Shake Me Up“ ergötze. ZLANG ZLUT nennt sich das Duo, kommt aus der Schweiz und hat eines der besten Duo-Rock-Alben der Neuzeit aufgenommen.

„The White Stripes“ und der hyperaktive Gesang von „David Thomas“ (Pere Ubu) fallen mir ein im folgenden „Against The Wall“ – ein partytauglicher„Beastie-Boy“-Headbanger vor dem Herrn! Ich kann mir ansatzweise vorstellen, was für eine Party abgeht, wenn die zwei Musiker diesen Stoff konzertant ablaufen lassen. Und wer gedacht hat, dass das Pulver nach 5 Stücken verschossen ist, die beiden Schweizer gönnen dem Zuhörer keine Ruhe und blasen einen Hardrock-Hammer nach dem anderen in den Raum! Der midtempo-Mörder „Rage“, die dröhnende (nicht vorhandene) Boogie-Gitarre (vom ebenfalls nicht anwesenden George Thorogood) meldet sich zurück in „Freedom Is A Bitch“ und sägt eine geschickt getarnte Volxmelodie, ein irrer Mundharmonika-Solo krönt den Song zum kultigen Meisterstück! „Out Of Control“ mutiert nach rockigem Beginn zum psychedelischen Jam!Der schräge Metal-Schuhplattler „Everlasting Dream“ und der Hard-Rock’n’Roller „Get Down“ runden eines – und das behaupte ich steif und fest schon mal jetzt Mitte Februar – der besten Rock Alben des Jahres 2016 ab!

FAZIT: Eine 49minütige hardrockende Schlachtplatte – ohne Äxte (Gitarren) zubereitet – und ich habe den 6saiter nicht eine einzige Sekunde vermisst, weil er von BEAT SCHNEIDER und dessen Instrumentarium glänzend kompensiert wird! Und sorry – der Vergleich mit „Faith No More“ hinkt, gegen diese zwei wilden Schweizer sind die US Boys nur lauwarme Lustknaben! ZLANG ZLUT sehe ich eher auf einer Stufe von „Rage Against The Machine“ und klangtechnisch – auch was die göttliche Stimme von Sänger FRAN LORKOVIC betrifft – Texas Hippie Coalition. Das Duo spielt hardrockigen Crossover auf höchstem Niveau! Ich kann’s kaum erwarten, diese zwei Musiker mal Live zu erleben!

VÖ: 05.02.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.zlangzlut.com/  &  https://zlangzlut.bandcamp.com/ 

NDS: 1,772

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# 02) BUFFALO SUMMER “SECOND SUMMER”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Buffalo Summer - Second Sun

TRACKLISTING:

01.  Money
02.  Heartbreakin Floorshakin
03.  Make You Mine
04.  Neverend
05.  As High As The Pines
06.  Light Of The Sun
07.  Levitate
08.  Into Your Head
09.  Little Charles
10.  Priscilla
11.  Bird On A Wire
12.  Water To Wine

Label: UDR Music
Web: www.udr-music.com

SOUTHERN BLUES ROCK

Für Fans von:  Blackfoot - The Black Crowes - Bad Company

WALES

Braucht die Welt eine weitere Southern Blues Metal Band? Klar, warum nicht, wenn’s so tolles Zeux wie das von BUFFALO SUMMER ist. Das Quartett besteht aus Andrew Hunt (Vocals), Johnny Williams (Gitarre), dem bärtigen Darren King (Bass) und Gareth Hunt (Schlagzeug) und gefällt vor allem Fans der Bands “Black Crowes” und “Bad Company”. Die ersten beiden Stücke  “Money” und der mächtige Stadionrocker “Heartbreakin Floorshakin” donnern mit schaukelnden Heavy-Riffs los, den einen oder anderen Riff hat man mit Sicherheit schon von stilistisch ähnlichen Bands gehört, auch die Art, wie Hunt singt, erinnert an einen Mix aus Paul Rodgers und Chris Robinson, Brüderchen Gareth ist vom Produzenten BARRETT MARTIN, der bereits für die Gruppen “R.E.M.” und “QOTSA” an den Reglern gesessen hat, mit einem ultrafetten Drumsound ausgestattet worden und Gitarrist Williams schleudert dem Zuhörer eine Southern-Rock-Breitseite nach der anderen entgegen. Wem der Boogie-Rocker “Make You Mine” verdächtig bekannt vorkommt, hier kreuzen sich der Party Blues Rock von “ZZ Top” und der “Slowride” von “Foghat”. “As High As The Pines” zeigt, dass sich Axeman Williams wohl auch schon des öfteren mit dem finalen Solo von “Zep”s “Stairway To Heaven” beschäftigt hat, “Light Of The Sun” dürfte in einschlägigen Rock Sendern sogar sehr gute Chancen auf Airplay haben - (Achtung Worthülse!) eingängiger Gesang mit guten Harmonien und Ohrwurmcharakter. Hammergeil auch der Slidegitarren-Blues “Levitate”, der von der Wucht des wimmernden Dobros dominiert wird. Mächtig Dampf (183 bpm) macht der Uptempo-Rocker “Into Your Head”, der “Little Charles” dröhnt mit fetzigen Bläser-Sätzen. Auch wenn die Boys aus Swansea das Rad nicht neu erfinden, “Second Sun” ist eines der Schätzchen, das jeder Genre-Fan in seiner Sammlung haben MUSS!

FAZIT: Eine der geilsten Southern Party Rock Scheiben der letzten Monate - “Second Sun” ist das zweite Studio Album der walisischen 2010 gegründeten Band BUFFALO SUMMER und es kommt gerade rechtzeitig für zukünftige Grillfeten und nächtliche Saufgelage in der Pampa.

VÖ: 20.05.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://buffalosummer.net/  &  https://youtu.be/T8MWplpq2p0  (EPK “Second Sun”)

NDS: 1,791

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# 03) SOUNDTRACK “STRAIGHT OUTTA COMPTON”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HIP HOP & FUNK

Für Fans von:  N.W.A. - Ice Cube - PE - George Clinton

SAMPLER

Große Verzweiflung, großes Entsetzen. Ein Hip Hop Film im Kino und noch kein Soundtrack! Was ist denn das für ein unfuckingfassbares (Zitat: Chris-Rea-Garvey) Versäumnis der Tonträgerindustrie? <Word to The Muzzafucker!> Genau so tönt EAZY E auch im Auftaktsong der filmischen Dokumentation, deren Soundtrack dann letzten Endes doch noch Anfang Januar (fünf Monate nach dem eigentlichen US-Kinostart) in den Läden steht. CD, Vinyl & digitale Kopie gibt es. MusiCassette wäre ja auch noch was gewesen, um dem authentischen Feel das gewisse Nonplusultra zu verleihen!  Den Film habe ich gesehen. Gleich am Anfang fährt ein gepanzertes Fahrzeug bei einer  rasanten Drogenrazzia den Dealern direkt humorvoll in die Bude, wo sie gerade mit dem Mixing/Cooking/Basteln beschäftigt sind. Was fällt sonst  noch auf? WEITERLESEN AUF MUSIKVERRUECKT.DE

Soundtrack - Straight Outta Compton

VÖ: 08.01.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite des Labels: http://www.universalmusicenterprises.com/  

NDS: 1,794

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# 04) EPITAPH “FIRE FROM THE SOUL”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Epitaph - Fire From The Soul

TITELVERZEICHNIS:

01.  Nightmare
02.  The Way It Used To Be
03.  Fighting In The Street
04.  No One Can Save Me
05.  Any Day
06.  Man Without A Face
07.  Fire From The Soul
08.  Spark To Start A Fire
09.  Love Child
10.  Sooner Or Later
11.  Rondo Alla Turca
12.  One Of These Days

Label: MIG Music GmbH
Web: www.mig-music.de

PROG & HARD ROCK

Für Fans von: Thin Lizzy – Wishbone Ash – Horisont – UFO

DEUTSCHLAND

Boaaah, was für eine Überraschung. Da ziehe ich unter den gerade eingegangenen Promo CDs doch tatsächlich ein Album einer Gruppe namens EPITAPH aus dem Umschlag. Da werden Erinnerungen wach! Eine deutsche Band mit absolutem Kultfaktor, eine Band, die es bereits seit den 70er Jahren gibt und die ich irgendwann in dieser Zeit auch Live gesehen habe und die wohl immer noch aktiv ist. Und meine Begeisterung kennt keine Grenzen, als ich beim Recherchieren herausfinde, dass die Gruppe 1969 in meiner Lieblingsstadt Deutschlands gegründet worden ist. Die Formation ist von einem Schotten, einem Engländer und einem Deutschen ins Leben gerufen worden und was sich heute irgendwo anhört wie der eine Witz, in dem vier Nationalitäten eine Flagge auf einem Berg hissen wollen, entwickelte sich damals schnell zur gut gefragten und beliebten Gruppe, die als Support Act schon für so Hochkaräter wie „Rory Gallagher“, „Black Sabbath“, „Yes“ oder den ungarischen „Omega“ unterwegs gewesen sind, wo sie auf der Tour mit letztgenannten Act auch vor über 30.000 Zuschauern spielten. Wenn ich richtig informiert bin, gab es damals das letzte Studio Album 1982. Ich selbst habe nur das 1974er „Outside The Law“.

Zum neuen Stoff: Der beginnt mit dem Kracher „Nightmare“, zweistimmige Gitarren und ein wuchtiger Groove (124 bpm), der zum Tanzen animiert. Und ich verrat’s schon jetzt: „Fire From The Soul“ ist ein Mega-Album geworden! Die jetzige Besetzung mit Cliff Jackson (Gitarre), Bernd Kolbe (Bass), Heinz Glass (Gitarre) und Jim McGillivray (Schlagzeug) spielt einen bombastischen und abwechslungsreichen Mix aus Progressive-, Classic- und Hardrock. Mittlerweile verabreichen mir der Sound der Slidegitarre und himmlisch gute Satzgesänge den tollen Southern Rocker „The Way It Used To Be“. Der gutgelaunte Pubrocker „No One Can Save Me“, kommt mit celtic-folkigem Violinengedudel (gespielt von TIM REESE) und einem wunderschönen Refrain. Im romantischen “Any Day” gibt es Westcoast-„Eagles“-Melodik mit C&W-Flair zu hören. Diese Nummer wäre zur damaligen Zeit mit 100%iger Sicherheit an die Spitze der US-Billboard-Charts marschiert. Ein starkes Stück, das vor allem den Jackson-Browne-Don-Henly-Doobie-Brothers-Fans gefallen dürfte. Der Uptempo-Rocker „Man Without A Face“ sieht wiederum Mr. Glass an der Slidegitarre, auch hier keltisch klingende Mandolinen, Der Titelsong „Fire From The Soul“ beginnt balladesk und vermischt Reminiszenzen an „Wishbone Ash“ und „UFO“ und steigert sich im furiosen Finale zu einem Rock Song mit epischen Ausmaßen. Zum Schluss steht mit dem klassisch rockenden „Rondo Alla Turca“ und „One Of These Days“ ein weiterer Hammer, der mir im Refrain einen versteckten Hinweis darauf gibt, dass die Musiker auch irgendwann einmal “DLR”-Fans gewesen sein müssen. Cooler Brother

FAZIT: Nie war Rock Musik aus Deutschland besser, als es hier die Kultrocker von EPITAPH auf den Punkt bringen. „Fire From The Soul“ ist das 19. Album von EPITAPH (Studio, Live & Kompilationen inbegriffen) und es ist ein Meilenstein der jüngeren deutschen Rock Geschichte geworden. Es kommt mir vor, als ob hier wirklich ein paar Jahre ohne jeglichen Zeitdruck und ohne irgendwelche kommerziellen Vorgaben der Tonträgerfirma zu erfüllen, an herausragenden Songs gefeilt worden ist. Superfeine Produktion – wundervolle Songs, ein rockmusikalisches Meisterwerk! Und eine Frage muss angebracht sein: Warum gibt es von diesem klasse Album bisher kein Vinyl?

VÖ: 18.03.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://epitaph-band.de/  &   https://www.youtube.com/user/EpitaphBand

NDS: 1,795

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# 05) TOMMY SCHNELLER BAND “BACKBEAT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Tommy Schneller Band - Backbeat 335

TRACKLISTING CD 1:

01.  Backbeat
02.  Trust In Yourself
03.  I Know What You’re Thinking
04.  Tipsy’s
05.  Barefootin’
06.  Let Your Soul Shine
07.  Cold Attitude
08.  The Sun Is Shining Again
09.  Love Is The Key
10.  Tryin’ To Let Go

TRACKLISTING CD 2:

01.  Arschkalte Art
02.  Lass die Seele fliegen
03.  Laut hör ich Dich denken
04.  Arschkalte Art (Radio Version)
05.  Lass die Seele fliegen (Radio Version)
06.  Laut hör ich Dich denken (Radio Version)

BLUES & FUNK

Für Fans von:  Al Jones - Albert Collins - Robert Cray - The Meters

DEUTSCHLAND

Was passt besser, als den trüben Montag Morgen mit einer Blues Scheibe zu beginnen? Es regnet wie verrückt, doch hier kommt man gar nicht zur Möglichkeit, die Weltuntergangsstimmung so richtig auszuleben. Eine eindringlich jaulende Slidegitarre dient gleich am Anfang als vollkommener Weckruf  JENS FILSER heißt der Mann, der den Auftakt und Titelsong “Backbeat” einläutet. Im zweiten Stück „Trust In Yourself“ bilden funky stakkato-Licks den Rahmen für die Spielwiese, auf der sich die wunderbar klingende Orgel legt - gespielt wird sie von Keyboarder DIRK SCHONDT. Markante Bläsersätze und ein cooles schön akzentuiertes Trompetensolo von GURY WINTERS gibt’s zudem. TOMMY SCHNELLER ist der saxophonspielende Chef und er singt selbst und bekommt dazu noch Unterstützung von DORREY LIN LYLYES, die sich erstmals im romantisch-souligen „Barefootin“ mit einbringt. Eine zauberhafte Soul-Ballade, die ich der Band gar nicht zugetraut hätte nach den ersten 4 Funk-Blues-Cookies. Gitarrist FILSER hat sich mittlerweile die achtsaitige Mandoline umgehängt uns sorgt so auch für die wundervolle Atmosphäre. Doch keine Angst, bevor Ihr denkt, dass jetzt alles in Richtung Schmusesoul abdriftet - mit „Let Your Soul Shine“ wird wieder das Muskelshirt ausgepackt. Knackiger „Stevie-Wonder-Clavinet“-Sound im Hintergrund, sexy Old-School-Funk, wie ich ihn auch schon lange nicht mehr gehört habe!

Die Band lädt den Zuhörer ein zum Besuch in die <bordellos in new orleans> und danach in den Bundesstaat Atlanta nach Georgia ins „Tipsy’s“, wo Gitarrist FILSER bereits mit messerscharfen „Iceman“-Licks (die waren das Markenzeichen des verstorbenen Albert Collins) wartet. „I Know What You’re Thinking“ kommt mit gutem Chor & kraftvollen „Tower-Of-Power“-Bläsersätzen, Keyboarder WINTERS setzt dicke phätte Synthie-Bass-Licks in den Song und der Chef verziert den knackigen Groove mit einem heißen Saxophonsolo. Ganz am Ende der ersten Disc zeigt die TOMMY SCHNELLER BAND mit dem new-orleans-jazzigen „Tryin’ To Let Go“, dass sie auch locker bei den jährlich stattfindenden Mardi-Gras-Paraden mithalten könnte.

CD 2 beginnt mit dem sozialkritischen „Arschkalte Art“, das die haselnussbraune Politik in Deutschland vor den Pranger stellt, ein noch nie da gewesener  Mix aus „Bonnamassa“ und „Lindenberg“ – saucool! Das nexte Deja Vu-Erlebnis steht in der Warteschleife: „Lass die Seele fliegen“ ist knackiger Slow Funk a la “Candy Dulfer” verziert mit tollen „B.B.King“-Licks von JENS FILSER, irgendwie erinnert mich der megastarke Gitarrensound hier auch an die Musik einer lange vergessenen Band namens „Redbone“. Der geniale Solo flattert übers Griffbrett und wechselt gekonnt mit relaxt swingenden Fills zwischen den Strophen. „Neu Deutsch“ ist der Titel der zweiten Disc – „neudeutscher exzellent tanzbarer bluesfunk“ würde noch besser passen! „Laut hör ich Dich denken“ läuft in der gleichen Spur und von diesen drei Songs gibt es auch die jeweiligen etwas kürzeren alternativen Radio Versionen. Und von denen ich hoffe, dass sie dort auch etwas Airplay bekommen, damit ganz Deutschland in den Genuss dieser phantastischen Musik kommt. Und am Ende muss ich noch den plakativen Spruch los werden: <the blues is still alive> und selten hat er sich besser angehört als auf dem „Backbeat“ der TOMMY SCHNELLER BAND!

FAZIT: 10 Musiker, die einen authentischen Chicago Blues Sound hinlegen, wie ich ihn von deutschen Acts so gut wie bisher kaum gehört habe. Das sechste Studio Album der TOMMY SCHNELLER BAND ist ein Meilenstein der deutschen Blues Historie. Die Band befindet sich demnächst auf Tour (Daten wie gehabt im Tourkalender) und wenn die Energie dieses Albums ihren Weg auf die Bühne findet, dürfte es sich bei den Konzerten um die besten Tanzparties des Jahres handeln!

VÖ: 26.02.16

Verfügbar: 2-CD

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.tommyschneller.de/  & www.timezone-records.com/kuenstler/details/tommy-schneller-band/

NDS: 1,812

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# 06) PALINDROME “STRANGE PATTERNS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Palindrome - Strange Patterns

TITELVERZEICHNIS:

01.  Carve The Pattern
02.  Gone Before
03.  Timelessness
04.  Mountain Desert
05.  Won’t Wake Up
06.  Random Accumulation
07.  Strange Patterns   VIDEO
08.  Infinity

Label: Pantare R&E
Web: www.pantare.com

PROGRESSIVE ROCK

Für Fans von:  Skin Diary - Yes (70er) -  Mars Volta - Muse

ÖSTERREICH

Die Gruppe, die uns 2013 mit der phantastischen Debüt EP „Bundle These Last Scattered Synapes“ beschenkt hat, meldet sich zurück mit „Strange Patterns“ und dieses Mal ist das Mini Album „eligible“ aufgrund seiner Spielzeit für die Wahl zur CD des Monats respektive des Jahres. (*)

Von vorne: PALINDROME sind eine österreichische Band, die Alternative Rock, Art Prog und experimentellen Psychedelic kombiniert: „Yes“ (der 70er Jahre), „King Crimson“, „Gentle Giant“, aber auch zeitgenössische Ingredienzen wie die bei „Jagga Jazzist“ oder – der Frontfrau geschuldet – der deutschen „Skin Diary“.  Die Urgewalt am Mikrofon ist ROSA NENTWICH-BOUCHAL, die alle Register zieht von gefühlvoll melodiös bis rockig laut, die fünf Boys hinter ihr spielen einen komplexen und vielschichtigen Mix, der sich wohl den Terminus tempo rubato zum Vorbild genommen hat und wahrscheinlich visuell als Vorlage für das Cover Artwork gedient hat, das hier als Asteroidengewitter dokumentiert ist. Vielleicht sind’s aber auch lediglich die Biomakromoleküle, die gerade in der Blutbahn des Schlagzeuger-Handgelenks verrückt spielen.

Wild durcheinander geht es vor allem in der „Mountain Desert“, in der Gitarrist MICHEL ANDRIESSEN sich mit einem geilen Shredder-Solo behaupten kann gegen die Kollegen, „Timelessness“ begeistert vor allem durch quer übereinander gelegte Satzgesänge, die sich schräg gegenüberstehen und böse anblitzen, um wütend auseinander zu driften und sich dann doch am Ende harmonisch vereinigen. In „Won’t Wake Up“ verschmilzt die Frontfrau, die ihre Stimme gekonnt wie ein Instrument einsetzt, mit dem dichten instrumentalen Teppich und schmettert komplexe Gesangslinien in atemberaubendem Tempo ins Mikrofon und führt den Artrock-Gesang auf eine neue Evolutionsstufe. Ich kann mir munter vorstellen, dass die Protagonisten der Band nach einer Übungssession erst mal eine beruhigende Dusche benötigen, um die Gemüter zu beruhigen, soviel Energie steckt hier in jedem der Songs drin.

Weiteres Highlight ist „Strange Patterns“: Beginnt mit schwelenden JH-Licks, bei denen ich jeden Moment auf ein jaulendes Feedback warte, ganz kurz blitzt sogar so etwas wie eine poppige Gesangshookline durch und nach einem kurzen ruhigeren Mittelteil übernimmt am Ende apokalyptisches Tohuwabohu wieder die Oberhand. Das finale „Infinity“ ist eine Wahnsinns-Reminiszenz – zumindest empfinde ich das so – an zwei der besten heute unbekannteren Bands der 70er Jahre: Der Fusion-Jazz-Rock von „Backdoor“ und „Ashton, Gardner & Dyke“ trifft aufeinander – was an der schwirrenden Psych-Orgel von MARIO NENTWICH und der artistischen Intensität liegt, mit der Baritonsaxophonist TOM WEBER diesen Song ausschmückt.

FAZIT: Keine Musik für die weichgespülten Ohren der Radiokonsumgesellschaft, sondern ein intellektuelles Prog Rock Meisterwerk, das die Band sogar selbst produziert hat. Das Cover steht ab Anfang April wie 49 weitere zur Wahl in der neuen Rubrik „Cover Artwork des Monats“. Wer wissen möchte, wer für die grafische Umsetzung verantwortlich gewesen ist: www.michaela-hochrathner.com 

VÖ: 08.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.palindrome.at/  &   https://youtu.be/RBXHCTvUnoo  (Videoclip “Strange Patterns”)

NDS: 1,812

(*) INFO IN EIGENER SACHE: Eine Veröfffentlichung wird nur dann in der Longplay-Kategorie als konkurrenzfähig bewertet, wenn sie eine Mindestlänge von 30 Minuten aufweist. Die 2013er  EP “Bundle These Last Scattered Synapes” ist mit ihren 24:53 Minuten Spielzeit nicht in die Album-Kategorie aufgenommen, aber damals in der Rubrik “Neue EPs” vorgestellt und mit einen Notendurchschnitt von 1,650 bewertet worden. Wer die Bewertung lesen möchte, ,klickt auf diesen Link!

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# 07) PATRICIA VONNE “RATTLE MY CAGE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page 

Patricia Vonne - Rattle My Cage

TRACKLISTING:

01.  Rattle My Cage
02.  Dark Mile
03.  Ravage Your Heart
04.  Que Maravilla
05.  This Cat’s In The Doghouse
06.  Bitter Need
07.  Dulce Refugio
08.  Paris Trance   VIDEO
09.  Tequileros
10.  Mexicali De Chispa
11.  Bitter Need (Rock Version - Bonus Track)

Label: MIG Music GmbH
Web: www.mig-music.de

AMERICANA & TEX MEX

Für Fans von:  Imelda May - Linda Ronstadt - Karen Rodriguez

USA (TEXAS)

Die Queen of Americana Roots Rock mit – ich verrat’s gleich am Anfang – einem Hammer-Album! Die als Patricia Rodriguez geborene Sängerin hatte sich zunächst als Schauspielerin versucht und im 1995er Film “Desperado” eine Nebenrolle ergattert, was ihr aber nicht sonderlich schwer gefallen sein dürfte, weil Brüderchen Robert der mittlerweile berühmte Regisseur war und er sollte das Schwesterlein auch in späteren Filmen (“Four Rooms”, “Sin City”) für seine Zwecke einspannen. Parallel begann PATRICIA VONNE, wie sich die Sängerin jetzt nannte, mit ihrer Gesangskarriere, die durch ihren Beitrag “Traeme Paz” zum Soundtrack “Once Upon A Time In Mexico” so richtig in Schwung kommen sollte. In der Tourband von “Tito & Tarantula” sammelte sie genug Erfahrungen, die sie beim 2003er Debüt und auch den nachfolgenden Alben mit einbringen konnte.

Das fünfte Studio Album “Rattle My Cage” ist allerdings bereits 2013 veröffentlicht worden, war damals nur als Import verfügbar, und ist jetzt auch hierzulande - um einen Bonus Track erweitert - endlich regulär zu bekommen. Das Album ist voll bepackt mit Highlights: “Ravage Your Heart” ist bester Heartland Rock mit einem Schluss Country Folk - sein Song zum Tanzen & zum Träumen, “Que Maravilla” eine superbe Midtempo-Rock-Ballade mit phantastisch gespielter Violine von DAVID PERALES, der Rock’n’Roller “This Cat’s In The Doghouse” begeistert mit sattem Bläserarrangemnet (das Tenorsaxophon wird gespielt von JOHNNY RENO).

Mitreissend der latineske Flamenco-Rocker „Dulce Refugio“ mit akustischen Gitarren & Kastagnetten, bluesigen Zydeco-Western-Swing gibt es mit „Paris Trance“, zum Champagne Dinner schrammelt ein Akkordeon, im Vordergrund übernimmt die „Django-Reinhard“-Gedächtnis-Gypsy-Jazz-Gitarre die Führung, die Mikronfonista wechselt gekonnt ins französischsprachige. Mit schwermütigem Tex-Mex-Rock (a la „Tito & Tarantula), zitternden Tremolo-Gitarren und einer leidenschaftlich spanisch intonierenden Sängerin stellen sich die „Tequileros“ vor. Beim Bonus Track “Bitter Need” überrascht, wie sich eine ursprünglich melancholische Ballade (Track 6) plötzlich in ein rockiges Schmankerl (Track 11) verwandeln kann. Und wer jetzt Bock bekommen hat auf das besondere Konzerterlebnis, besorgt sich ein Ticket für eines der 27 Konzerte, die ab 21. September in deutschen Locations geplant sind. Näheres dazu im Tourdatenverzeichnis!

VÖ: 22.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.patriciavonne.com/  &  https://vimeo.com/156210828 (Video “Paris Trance”)

NDS: 1,818

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# 08) VARIOUS ARTISTS “KICK OUT THE GEMS! 2016”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SAMPLER

Für Fans von: Alternative Rock - Indie Pop - Songwriter Folk

DEUTSCHLAND

Was feines hat sich das deutsche Label Popup-Records einfallen lassen. Das 15jährige Label Jubiläum wird mit einem Sampler gefeiert, auf dem 11 Acts und Bands vertreten sind, die in den letzten Monaten Musik bei den Hamburgern veröffentlicht hat. Diesen Sampler gibt es in diversen Geschäften und Plattenläden kostenlos und wer den “abgestempelten” Labelsampler im Laden seines Vertrauens verzeigt, erhält 15% Rabatt auf eines der aktuellen Album der hier präsentierten Künstler. Mit im Angebot sind u. a. CARNIVAL YOUTH, NADEAH, BERND BEGEMANN & DIE BEFREIUNG, JONAS ALASKA, BLACK RIVER DELTA oder IAN FISHER - ein Querschnitt durch gängige und beliebte Stilrichtungen, das komplette Tracklisting und ein paar weitere Infos zu den hier vertretenen Acts findet Ihr auf der Partnerseite musikverrueckt.de

Various Artists - Kick Out The Gems 2016

VÖ: 2016

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Label Webseite:  http://www.popup-records.de/

NDS: 1,818

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# 09) SCARLET ANGER “FREAK SHOW”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Scarlet Anger - Freak Show

TITELVERZEICHNIS:

01.  Awakening Of The Elder God
02.  Attack Of The Insidious Invader
03.  The Haunted Place - House Of Lost Souls
04.  Welcome To The Freak Show
05.  The Abominable Master Gruesome
06.  Through The Eyes Of The Sufferer
07.  The Thing Without A Name
08.  On The Road To Salvation
09.  An Unbelievable Story Of A Stupid Boy
10.  Deadly Red Riding Hood

Label: MIG Music GmbH
Web:
www.mig-music.de

THRASH METAL

Für Fans von:  Exciter - Anthrax - Exodus - Overkill - Nuclear Assault

LUXEMBURG

Eine Band, die sicherlich ordentlich Rockmucke macht, wenn ich mir das horroranimierte Cover betrachte und die grimmigen (nicht unfreundlich, eher belustigt dreiblickenden) Musiker auf der Cover-Rückseite. Ob sie wohl gewusst haben, welche Sprechblasen ihnen das Label auf dem rückwärtigen Promo-Cover in den Mund gelegt hat?

Das erste Stück „Awakening Of The Elder God“ hämmert gleich feste los – hört sich an, als ob die Boys den unlängst verstorbenen Punk-Metal-Gott Lemmy Kilmister wieder zu den Lebenden zurückgebracht haben. Denn genauso klingt die rustikale Stimme des Sängers an, der von thrash-metal-corigen Riffs durchs Lied getragen wird. Das ultraschnelle mit 32teil Noten gespielte Shredder-Solo stellt klar – nö – doch nicht „Motörhead“. Dafür aber SCARLET ANGER – eine Band aus dem kleinen Luxemburg und von dort hatte ich bisher – spontan ausgeworfen – gar nichts auf dem Präsentierteller, wenn man mal von den früheren luxemburgischen Beiträgen zum den jeweiligen Eurovision Song Contest Wettbewerben absieht. Die Band – ein Quintett (Line up siehe unten!) – spielt astreinen True Thrash Metal in der Tradition der ersten Scheiben von „Exodus“, „Exciter“ und „Anthrax“, als diese noch Ende der 80er wirklich begnadeten Heavy Metal spielten. „Palace“ fällt mir als deutscher Vergleich ein. „Attack Of The Insidious Invader“ streift mit gutturalen und keifenden Vocals die Blackened Death und Hardcore-Schublade und wer denkt, ein weitere Band, die nur herumschrubbt – in „Through The Eyes Of The Sufferer“ gibt es in rasendem Tempo zweistimmige Hochgeschwindigkeitslicks, die auch jedem „Maiden“-Fan gefallen dürften und eine balladeske Annäherung an „Metallica“ glaube ich zu hören in „An Unbelievable Story Of A Stupid Boy“. 

FAZIT: Klangtechnisch und was die Geschwindigkeit betrifft, lassen sich die metallischen Ohrwürmer von SCARLET ANGER irgendwo zwischen dem „Toxic Waltz“ von Exodus und ‚Killing My Business“ von Megadeth einordnen. “Freakshow“ ist nach dem 2012er Debüt Studio Album„Dark Reign“ der zweite Thrash Hammer der Luxemburger. Eine EP (“Kill The King” - im März 2011 veröffentlicht) und die Single (“Stupid Boy” - 2012) stehen ebenfalls in der bisherigen Diskographie der Band.

INFO: In  SCARLET ANGER spielen Vincent Niclou (Bass), Alain Flammang (Schlagzeug), Jeff Buchette (Gitarre), Fred Molitor (Gitarre) und Joe Block (Gesang), die Band hat ihren Sitz in Dummeldeng (lustiger Name, erinnert mich irgendwie an Lummerland, aber da geht wohl mein Fantasiegaul mit mir durch), hat sich 2007 gegründet und ist jetzt beim deutschen Label „Hänsel & Gretel“ untergekommen. Die (nicht auf einem Besen reitende) Mutter ist die MIG Music Gmbh und der martialisch klingende Name löst sich schnell in Wohlgefallen auf, die Abdeutung bedeutet ”Made / Music in Germany” und dass die Verantwortlichen dort auch viel Ahnung haben von dem, was sie tun, haben die bisherigen uns als Promo vorliegenden Veröffentlichungen gezeigt.

VÖ: 18.03.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://scarletanger.com/  &  http://scarletanger.bandcamp.com/album/freak-show

NDS: 1,825

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# 10) SNARKY PUPPY “CULCHA VULCHA”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

FUSION JAZZ

Für Fans von: The Brecker Brothers - Casiopea - Incognito

USA (NEW YORK)

Die Fusion Jazz Gruppe SNARKY PUPPY bleibt fleißig. Nachdem es im Februar das “Family Dinner Volume Two” mit befreundeten & bekannten Musikern gegeben hat, steht jetzt mit “Culcha Vulcha” ein neues Album in den Startlöchern. Anders als beim Vorgänger, auf dem es einen Mix aus Country, Rock, Jazz und Worldmusic gegeben hat, besinnt sich das 2004 gegründete New Yorker Kollektiv auf  ursprüngliche Werte zurück. “Semente” paart Neoklassik mit funky Latin-Grooves, “Beep Box” vermischt Chillout-Lounge mit easy-listening-Fahrstuhl-Jazz, “Grown Folks” feiert (zumindest klangtechnisch) die Wiederbelebung von Miles Davis und coolen Bläsersätzen, die mich spontan an die “Ellington”-Hommage “Sir Duke” von Stevie Wonder’s “Songs In The Key Of Life” erinnern. Bis auf wenige Ausnahmen ist das komplette Album in der Jazz-Disco einsetzbar!

Snarky Puppy - Culcha Vulcha

VÖ: 29.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://snarkypuppy.com/  &  http://snarkypuppyeu.bandcamp.com/

NDS: 1,825

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# 11) MASSOUD GODEMANN TRIO “HOPE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Massoud Godemann Trio - Hope

TITELVERZEICHNIS:

01.  Gone
02.  Hope
03.  Rain
04.  Katharsis
05.  Zone
06.  Talk To Me
07.  Andronaco After
08.  Blue Boss
09.  Hurt

Label: Nil Records
Web: http://nil-records.de/

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Joe Pass - Howard Roberts - Kenny Burrell

DEUTSCHLAND

Das MASSOUD GODEMANN TRIO haben wir schon mit seinem 2014er Album „Togetherness“ vorgestellt, jetzt kommt der Nachfolger „Hope“ Ende April in die Regale. Das Trio spielt gepflegten Modern Jazz, ohne dabei die traditionellen Wurzeln zu vernachlässigen. Die Besetzung besteht nach wie vor aus „Frontman“ MASSOUD GODEMANN (Gitarre), GERD BAUDER (Kontrabass) und MICHAEL PAHLICH (Schlagzeug). Los geht’s mit dem bluesigen Chiller „Gone“, dem sich der Titelsong anschliesst, der relaxt swingt und vom groovenden Bass, dem zart akzentuierten Drumming und den wunderbaren Phrasierungen lebt, die sich quer durch alterierte Modi, Harmonic Minor Skalen und komplexe Kadenzen bewegen, ohne zu einem Zeitpunkt das Gefühl aufkommen zu lassen, dass technische Feinheiten im Vordergrund stehen. Ab Minute 03:28 erzählt Bassist Bauder sein kleines Geschichtchen, in „Katharsis“ gibt er das Tempo mit einem Walking Bass Lauf vor, dem sich die beiden Kollegen gerne anschließen, Chef Godeman begeistert mit schnell aufeinander folgenden Akkordvoicings und wenn es so etwas wie die Bezeichnung „Postbop-Funk“ noch nicht geben sollte, dann hat sie das MASSOUD GODEMAN TRIO mit „Talk To Me“ erfunden. Mein persofave des Albums! Und wann kommt der Dancefloor-Remix (ha, ha)? Interessierten Produzenten verrate ich schon einmal die bpm-Messlatte: 85,3! (170,6). Exzellent auch “Zone” mit seinem superfeinen Gitarrensolo! Das kurze „Andronaco After“ zeigt die experimentelle Seite der drei Musiker, hier wird nach Herzenslust gesägt, geklopft und geklimpert, während der „Blue Boss“ wiederum mit bluesigem Szenario begeistert. Erinnert mich an den souligen Hard Bop von Wes Montgomery, als dieser in den 60er Jahren mit seinen Brüdern Monk und Buddy musiziert hatte.

FAZIT: Alternativer Modern Jazz ohne das raubeinige Spektakel, wie es beispielsweise ein Mike Stern gerne praktiziert, das hier ist seelenvoller Stoff mit sehr viel Gefühl und trotzdem virtuoser Intensität, wie sie die Fans von  Joe Pass (R.I.P.) oder Pat Martino geliebt haben oder lieben.

VÖ: 22.04.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.massoudgodemann.de/https://youtu.be/pwRZKSUD_XY  (“Talk To Me” Live 2014)

NDS: 1,833

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# 12) ROTTING CHRIST “RITUALS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Rotting Christ - Rituals

TITELVERZEICHNIS:

01.  In Nomine Dei Nostri (feat. George)
02.  זה נגמר (Ze Nigmar)
03.  Eλθe κύριε (Elthe Kyrie) (feat. Danai)
04.  Les Litanies De Satan (Les Fleurs Du Mal) (ft. Vorph)
05.  Aπαγε Σατανά (Apage Satana)
06.  Του θάνατου (Tou Thanatou)
07.  For A Voice Like Thunder (feat. Nick Holmes)
08.  Konx Om Pax
09.  देवदेवं (Devadevam) (feat. Kathir)
10.  The Four Horseman

Label: Season Of Mist
Web: www.season-of-mist.com

BLACK METAL

Für Fans von: Varathron - Thou Art Lord - Septicflesh - Samael

GRIECHENLAND

Black Metal in Griechenland ist zum ersten Male im Jahr 480 v. Chr. Gesichtet worden, als die persische Flotte zum Kampf auf die Salami ansetzte und der verzweifelte Metzger Themistokles sich nicht anders zu helfen wusste, drei arbeitslose Musiker zu rektrutieren und die dröhnten dann den Befehlshaber Xerxes und seine Truppen mit düsteren Klängen von der Stadtmauer aus voll. Beschworen wurden Mantus, Astaroth, Asmodeus, Hecate und weitere finstere Gesellen. Und - das ist geschichtlich überliefert - die Perser haben durch diese Niederlage  ihre Weltherrschaft verloren und so wie das marschierende „In Nominie Dei Nostri“ und die Hymne „Apage Satana“ im neuen Album „Rituals“ von ROTTING CHRIST herum stampfen, so wird es sich auch damals zugetragen haben. Auf Druck der koptischen Kirche sind die wahren Geschehnisse irgendwann verschleiert worden, aus der heruntergekommenen Musikband wurde ein Marathonläufer, aber zum Glück sind „Les Litanies De Satan“ wieder ausgegraben worden in den Alpen vom Schweizer Archöologen Michael Locher, der sich zum Dank im selbigen Song der griechischen Metal Gruppe als Gast herumtreibt. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben. Die hellenischen Barden bewegen sich zwischen apokalyptischem Doom („Ze Nigmar“), und Gothic Extreme und machen natürlich nicht halt vor blasphemischen Gedichten („Elthe Kyrie“, in dem Gitarrist sein ganzes technisches Portfolio vor den schwarzen Altar wirft) und werfen Kritikern (Hallelujah Dave Mustaine!) ab & und an einen richtig fetten Knüppel zwischen die Beine („For A Voice Like Thunder“) und selbstverständlich gibt es auch dieses Mal wieder ein paar Dudelsackelemente, den Austauschstudent Ulixes (alternativ nennen ich den  römischen Namen von Ody aus Ithaka, um zu zeigen, dass ich in der Lateinstunde gut aufgepasst habe) von seinen Geschäftsreisen aus den nordischen Landen mitgebracht hatte. In der Band spielen nach wie vor SAKIS TOLIS (Vocals, Gitarre & Bass), THEMIS TOLIS (Drums) und Gitarrist GEORGE EMMANUEL (nicht verwandt & verschwägert mit dem australischen Saitenfetischisten!). Der Sound ist wie auch schon bei den Vorgängern mächtig geil, aber das war auch zu erwarten, ist ja bei fast allen „Season Of Mist“-Veröffentlichungen der Fall. Highlights zu nennen ist Blödsinn, weil das Album für sich selbst ein einziges Highlight darstellt. Schon jetzt Anfang Februar bin ich mir sicher, dass „Rituals“ eine der besten Black Metal Scheiben des Jahres sein wird!

FAZIT: Okkult-satanischer Metal von der griechischen Band ROTTING CHRIST, der zeigt, dass die schwarzmetallische Wiege nicht aus Norwegen kommt, sondern dort von Odysseus auf dessen jahrelangen Irrfahrten irgendwann als Kopie und als Pfand für Wegzehrung hinterlegt worden ist.

VÖ: 12.02.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album & Cassette

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.rotting-christ.com/ & http://rottingchrist.bandcamp.com/album/rituals

NDS: 1,837

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# 13) ARTHUR BEATRICE “KEEPING THE PEACE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  

Arthur Beatrice - Keeping The Peace

TRACKLISTING:

01.  Real Life    VIDEO
02.  Healing
03.  Who Returned
04.  All I Ask
05.  I Left You
06.  Since We Were Kids
07.  Every Cell
08.  Worry
09.  I Don’t Get That Chill
10.  Brother

Label: Universal Music
Web: www.universalmusic.com

INDIE ROCK POP

Für Fans von:  Florence + The Man – Coldplay –  K.D. Lang

ENGLAND

Bei ARTHUR BEATRICE handelt es sich weder um das Mädel, das auf dem Cover abgebildet ist, noch um ein musizierendes mixed couple oder Geschwisterpaar. Okay - ein bisschen davon ist es dann doch! Die englische Rock Gruppe hat sich 2010 gegründet, bisher ein Album (2014: „Working Out“) veröffentlicht, dem jetzt das zweite „Keeping The Peace“ nachfolgt. Das Erste, das richtig auffällt, ist die markante Stimme von ELLA GIRARDOT, die ansatzweise an das Timbre und die kraftvollen Vocals der englischen Sängerin Florence Welsh erinnert. Sein neues Album hat das Quartett - in der Band spielen noch Orlando Leopard (Gitarre, Keyboards, Gesang), Hamish Barnes (Bass) und Elliot Girardot (Schlagzeug) – mit dem „London Contemporary Orchestra“, das schon auf Alben von „Goldfrapp“, „Belle & Sebastian“ und der Band „Foals“  zu hören gewesen ist, aufgenommen. Dieser mächtige sinfonische Sound verleiht den 10 Songs enorme Faszination, dazu kommen geschickt verwobene elektronische Passagen, die dafür sorgen, dass sich die Musik der Band vom üblichen Kram tausender Indie-Pop-Rock-Gruppen abhebt. Das superfeine „I Left You“ wird getragen von kräftigen Chorharmonien, im Hintergrund zart flötenden Waldhörnern und einem satten Sound, an dem Produzent MATT WIGGINS, wie auch bei den anderen Songs, seinen großen Anteil hat. Die verzaubernde Vocal Performance von Ella Girardot und das phantastische Arrangement von „Since We Were Kids“  machen dieses Stück zu einem epochalen Ereignis. Die dreampoppige Stimmung erinnert mich nuanciert auch an die Songs des „Tears For Fears“-Meisterwerks „The Seeds Of Love“. Die kristallklaren Gitarrenakkorden im Hintergrund fallen zwar kaum auf, bilden aber eine wichtige Tangente zur Gesamtstruktur des Stücks. Ein Traum von einem Song! Weitere Highlights: Das im April als Single veröffentlichte „Every Cell“, das zarte “I Don’t Get That Chill” und der aufwühlende Emo-Rocker “Brother”.

VÖ: 27.05.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.online-presence.info/  &  https://soundcloud.com/ululation

NDS: 1,837

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# 14) TOSSIA CORMAN “II”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Tossia Corman - II

TRACKLISTING:

01.  Finding The Man
02.  No More
03.  Turned And Tossed
04.  Traumräuber
05.  Nothing To Regret
06.  Pulse
07.  Last Man On Earth
08.  You / I
09.  The Best Is Yet To Come
10.  Unexpected

Label: JazzSick Records
Web: http://www.jazzsick.com/ 

ALTERNATIVE JAZZ

Für Fans von:  Azymuth – Janet Lawson Quintet – Maria Sadowska

DEUTSCHLAND

Die Musik von TOSSIA CORMAN mag ich zunächst gar nicht recht einordnen in irgendeine Schublade, so viel passiert im ersten Stück „Finding The Man“. Mein erster Gedanke <modern jazz> wird weggefegt vom rockigen Latino-Drive, zwischendrin gibt es konträre Harmonieimplementationen, die mich sogar irgendwo an die Musik von „Joan Armatrading“ erinnern, die Stimme der Sängerin bewegt sich tendenziell zunächst im Alternative Pop Bereich und veranlasst mich zu einem Vergleich - weil ich sie ein paar Wochen zuvor erst ergiebig gehört habe - mit dem Artgesang von Rosa Nentwich-Bouchal, der Frontfrau der österreichischen Band “Palindrome”, während die aus Trompete und Saxophone bestehende Bläser-Sektion wiederum mit unisono gestrickten Riffs ins Jazzlager drängen.

Jetzt sind erstmal  Infos angebracht. Tossia Corman ist in einer musikalischen Familie aufgewachsen, Daddy Georg war/ist als Pianist in der deutschen Kult-Band „Salsa Picante“ beschäftigt. Das Töchterlein liess sich schnell anstecken von der Begeisterung fürs Instrument und die Musik und  dass sie dann auch die eine oder andere Gesangsstunde hinter sich gebracht, davon kann man sich auf dem Album „II“ gut überzeugen. Vor rund einer Dekade hat die Familie sogar in Düsseldorf die Musikschule „Dreiklang“ eröffnet.

Mit „No More“ bekommt meine Einschätzung dann doch etwas Struktur, der satte Funk-Groove und die mediterrane Brise erinnert mich an den Jazz-Funk der 70er Jahre, wie ihn Bands wie „Tower Of Power“ oder gar „Seawind“ aus dem sonnigen Kalifornien gespielt haben. Gute knackige Breaks unterstreichen den Wohlfühlcharakter für den intellektuellen Jazz Fan. „Turned And Tossed“ nimmt das Tempo etwas zurück, sehr schön das lyrische Spiel von Bassist Felix Barth und im Gesang von Tossia Corman mache ich hier leichte Tendenzen und wohl jugendliche Einflüsse von Randy Crawford („One Day I’ll Fly Away“) aus. Musik und Texte hat sie übrigens allesamt selbst geschrieben, bei den Aufnahmen haben ihr 5 superbe Musiker internationalen Formats zur Seite gestanden.

Und wie im „Traumräuber“ zu hören, bedient die Sängerin mitsamt der Band auf keinen Fall die seichte Mainstream-Vocal-Jazz-Szene, sonst spielt mit kunstvollem Chamber Art Pop Jazz, der mit dem einen oder anderen experimentellen Schlenker aufwartet. Die Post geht ab in „Nothing To Regret“, in dem der lettische Saxophonist Kārlis Auziņš in einem virtuosen Solospot zeigt, welch herausragender Musiker er ist. „Last Man On Earth“ erinnert an die jazz-poppigen Klassiker von „Steely Dan“, die großartige Vocal Performance von Tossia Corman ist das Tüpfelchen auf dem berüchtigten “i” in dieser relaxt groovenden Komposition.

FAZIT: Hochinteressantes Alternative Jazz Album mit Tendenzen zum Latin- und Modern Jazz, aber rockige und poppige Einflüsse nicht aussen vor lassend. Kurioser Weise kommt das abwechslungsreiche Album “II” von TOSSIA CORMAN nicht aus dem Mutterland des Jazz (USA), sondern von einer in Düsseldorf geborenen und derzeit in Amsterdam residierenden Künstlerin.

VÖ: 17.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://tossiacorman.de/  &  https://www.youtube.com/channel/UC5xO9vI848GkusIt0tejSwg

NDS: 1,837

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# 15) KORNELIUS FLOWERS “VINTAGE HEDONIST”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Kornelius Flowers - Vintage Hedonist

TRACKLISTING:

01.  Abba
02.  Buried As A Child
03.  Fire In The Air    VIDEO
04.  Evil Head     VIDEO
05.  The Girl Who Lives On Heaven Hill
06.  Thousand Times
07.  I Declare War
08.  When Will I Be Your Man
09.  I Don’t Believe In Anything
10.  The Way You Are
11.  The Right Way
12.  Hall Of Fame

Label: Sumo Rex Records
Web: www.sumorex.de

ROCK

Für Fans von:  Tom Petty  – Steve Gibbons – Greg Kihn - Nils Lofgren

DEUTSCHLAND

Eine Rock Gruppe, die über die schwedische Pop Gruppe „Abba“ singt und auch noch einen Songtitel mit den ehemaligen Eurovisionssiegern schmückt, ist mir während meiner bereits über 40jährigen Kritikerlaufbahn auch noch nicht untergekommen. KORNELIUS FLOWERS stellt sich vor mit einem tollen Album, aus dem wir auch spontan einen Song zum Videoclip der Woche gekürt haben. Seine Gitarren sind  - wie auf den Fotos im wunderschönen Booklet zu sehen ist - u. a. die Fender Telecaster und die noch kultigere Rickenbacker. Es gibt massig Songs mit Hitpotential und würde KF in den USA praktizieren und Musik veröffentlichen, er würde mit seinen Songs die diversen Charts-Rubriken (von denen es dort etliche für fast jede Stilrichtung gibt) bevölkern, aber in Deutschland dominiert in den Verkaufslisten halt nur überwiegend der tagtäglich nudelnde Teenie und Hausfrauen-Pippifax. So - und nachdem diese Radiosender jetzt auch ihre wohlverdiente Breitseite abbekommen haben, endlich zur Musik:

Buried As A Child“ ist feiner romantischer Heartland-Rock, “Fire In The Air” ist ein Schmankerl für alle “Tom Petty”-Fans, was – gebe ich unumwunden zu – an der tollen von THOMAS HAUSEN gespielten Mundharmonika liegt. „The Girl Who Lives On Heaven Hill“ erinnert mich etwas an den „Breakup Song“ einer gewissen Greg Kihn Band (kennt die noch jemand?) aus den 80er Jahren und hat mindestens genauso viel Hitpotential, BERNIE BREDIN wühlt sich zwischendrin mit bluesigen Gitarrenlicks in den Vordergrund. Geil passend auch die kathedralisch wirbelnde Orgel von NORBERT SCHMITZ. Das Lied hat es - glaube ich spontan zu wissen - schon – ebenfalls in den 80ern – von „Husker Du“ gegeben. Ein Schuss aufs Gemüt ist „Thousand Times“ – ein wunderschöner Pop-Rock-Song! Ein Synthie-Bass-Fundament stützt das Post-Stoner-Rock-Donnerwetter „I Declare War“, das gemeinsam mit Veronique De La Chanson komponierte „When Will I Be Your Man?“ legt noch eine Schippe drauf, was Tempo (160 bpm) und Party Power angeht. Die Dame hat übrigens auch für das tolle Artwork und so nebenbei für den Gitarrensolo in „Abba“ gesorgt. Einen tollen Mix aus Country-Folk-Rock gibt es in „I Don’t Believe In Anything“ zu hören. Sehr schön auch der Einsatz der Pedalsteel (MATT DAWSON). Als Bubblegum-Glam-Rocker-Chapter entpuppt sich die Mannschaft (am Album waren 14 MusikerInnen beteiligt) um KF in „The Way You Are“. Alle Fotos der Beteiligten gibt es auf der offiziellen Webseite.

FAZIT: Wer den Namen KORNELIUS FLOWERS noch gar nicht kennt - der Musiker ist Frontman, Songwriter und Gitarrist der Rock Gruppe “The Shanes”, die ebenfalls schon mit ein paar starken Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Jetzt präsentiert er mit seinem ersten Solo Album “Vintage Hedonist” eine überaus geil produzierte Classic Rock Scheibe, die mit bis zum Besten im Segment gehört, das mir in den letzten Jahren aus deutschen Landen untergekommen ist.

VÖ: 03.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.korneliusflowers.com/  & http://www.shanes.de/https://youtu.be/dxvfX9v_yIE

NDS: 1,843

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# 16) ARNO “HUMAN INCOGNITO”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Arno - Human Incognito

TITELVERZEICHNIS:

01.  I’m Just an Old Motherfucker
02.  Please Exist
03.  Je Veux Vivre
04.  Now She Likes Boys
05.  Oublie Qui Je Suis
06.  Never Trouble Trouble
07.  Dance Like A Goose
08.  Ask Me For A Dance
09.  Une Chanson Absurde
10.  Santé

Label: Naïve Records
Web:
www.naive.fr

SONGWRITER ROCK

Für Fans von:  John Waits - Lou Reed - Joe Cocker - Mitch Ryder

BELGIEN

Einen kopflosen Sänger hatten wir bisher auch noch nicht auf dem Präsentierteller. Und einen, der sich selbst ganz schamlos und in bester Bukowsky-Manier als <old motherfucker>, der schon Gott und die Welt gesehen hat, bezeichnet, erst recht noch nicht. ARNO ist ein belgischer Songwriter/Sänger, der mit rauchiger & versoffen klingender Stimme durch sich sein neues Album „Human Incognito“ grölt. Folk-Rock, Electro-Synth-Pop, Americana, psychedelisch klingender französischsprachiger Emo-Chanson, diese Schubladen kann man getrost aufziehen, um den 66jährigen unter zu bringen. „Please Exist“ brummt funky & groovy mit röhrendem Bass und verzerrten Gitarren – „Iggy Pop“ lässt schön grüssen. „Je Jeux Vivre“ trompetet schaurig schön & melancholisch zum langsam schunkelnden 6/8 Takt, die Texte sind humorvoll und bewegend zugleich. „Now She Likes Boys“ ist ein starker Rocker mit kratzendem Cello und flirrenden Violinenbögen, geklatschter Perkussion und genialem Sänger. Fröhliche Kindergesänge umrahmen das bluesige „Never Trouble Trouble“, in dem der Belgier und bekennende Atheist durch die Blume mitteilt, dass die moderne Frau von heute in Beziehungen eigentlich immer die Hosen anhat.

FAZIT: Der belgische „Tom Waits“ heißt ARNO (Geburtsname: Arnold Charles Ernest Hintjens) und er hat mit „Human Incognito“ eines der besten Emo-Songwriter-Alben im Jahr 2016 veröffentlicht.

VÖ: 15.01.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.arno.be/  &  https://twitter.com/arnoofficiel

NDS: 1,845

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# 17) BAD TEMPER JOE “DOUBLE TROUBLE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bad Temper Joe - Double Trouble mc

TITELVERZEICHNIS:

01.  Double Trouble
02.  Girl From The East
03.  Spoonfull
04.  If Tears Were Diamonds
05.  I’ll Be Happy When You Cry
06.  Next To You
07.  24 Hours Of The Day
08.  Watching Her Sleeping
09.  Ever Meet Again
10.  Gave Up Loving You

Label: Timezone Records
Web: www.timezone-records.com

ACOUSTIC BLUES

Für Fans von: Sonny Terry - Brownie McGhee- Mississippi Fred McDowell

DEUTSCHLAND

Der Begriff “Double Trouble” elektrifiziert natürlich sofort jeden Blues Fan – das war der Name der unvergleichlichen Rhythmusfundaments gewesen, das den  Gitarristen Stevie Ray Vaughan mehrere Jahre bis zu dessen tragischen Ableben begleitet hatte. Das neue Album des deutschen Blues Musikers BAD TEMPER JOE trägt den gleichen Namen und bezieht sich jedoch hier auf die personelle Besetzung des Albums. Der mit einem zackigen A7-Akkord eröffenete Titelsong bildet den Auftakt zu 35 spannenden Minuten, die der Bielefelder Musik mit der Akustikgitarre bestreitet, 10 neue Songs gibt es aus dem stetig wachsenden Portfolio, der erste Turnaround bringt gleich den Mundharmonikaspezialisten MARCEL RAHE in Spiel, der in 8 Stücken als Begleiter fungiert.

Abwechslungsreich geht es zur Sache,  im “Willie-Dixon”-Klassiker “Spoonful” (alle anderen Songs sind Eigenkompositionen) legen beide Musiker einen leidenschaftlichen Drive aufs Parkett, “Girl From The East” ist ein melancholischer ruhiger Folkie, “I’ll Be Happy When You Cry” lebt vom wunderschönen Folkzupfmuster, über dem die dunkle Stimme des Songwriters thront. Mit leichten perkussiven Klopfern auf dem Gitarrenbody sorgt der “schlechtgelaunte Joe” in “Next To You” für ein zartes Rhythmusmuster. „Watching Her Sleeping“ lebt von virtuosen bluesigen Pull-Offs und Hammer-Ons, im „delta-sumpfigen“ “Ever Meet Again” dominiert die Slidegitarre und das Zusammenspiel der beiden Protagonisten sorgt hier einmal mehr für eine tolle Atmosphäre.

Im Februar ist BAD TEMPER JOE in Deutschland konzertant unterwegs (alle Termine findet Ihr, wenn Ihr auf den Link Tourdaten klickt) und während es in den USA immer wieder TOP Musiker gibt, die sich im akustischen Blues Genre tummeln, muss man hierzulande schon genau hinschauen, um Vergleichbares zu entdecken. Vier Studio Alben hat der Gitarrist schon veröffentlicht, den exzellenten Vorgänger “Tough Ain’t Easy” habe ich Euch ja auch bereits vorgestellt. Der deutsche BAD TEMPER JOE präsentiert seine Songs mit deeprootsiger Authentizität, die dem Zuhörer das Gefühl vermitteln, direkt inmitten des Mississippi-Deltas zu sitzen.

VÖ: 19.02.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.badtemperjoe.com/  &  https://soundcloud.com/badtemperjoe/

NDS: 1,846

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# 18) WORK OF ART “BLUE-EYED BLUES”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Work Of Art - Blue eyed Blues

TRACKLISTING:

01.  Slow Blues And A Shot Of Gin
02.  Priceless
03.  Snake In The Grass (feat. Coco Michelle)
04.  New Sun Rising
05.  When Nighttime Turns To Day (feat. Debbie Major)
06.  Back In Your Arms
07.  Pow Wow Blues
08.  Broken Heart For Sale
09.  That’s The Way I Like It (feat. Debbie Major)
10.  Why Don’t You Treat Me Nice

Label: Sword In The Stone Records
Web: www.swordinthestonerecords.com

BLUES ROCK

Für Fans von:  Eric Clapton - Stevie Ray Vaughan - Bonnie Raitt

USA

Blues Rock der etwas anderen Art. WORK OF ART. Der New Yorker Art Halperin ist einer der vielseitigsten Musiker der US Szene und mit dem “Blue-Eyed Blues” hat er ein prächtiges Blues-Scheibchen veröffentlicht. Der langsame “Slow Blues And A Shot Of Gin” “shuffle”d noch bedächtig vor sich hin, das instrumentale “Priceless” ist dann das erste Hammerstückchen des Albums. Der Multinstrumentalist (Gitarre, Bass, Keyboards, Mundharmonika) wirft um sich mit exzellenten Licks und rockjazzigen Gitarrenverzierungen. Im gospel-souligen “Snake In The Grass” ist es zunächst die sexy Stimme von Coco Michelle, die für Begeisterung sorgt, die Harmonica bläst ein geiles Solo, das Meiste der 10 Songs hat Halperin im Alleingang komponiert, produziert und eingespielt, er sucht sich seine Mitsteiter nach Belieben aus, im swingenden Jive-Rock’n’Roller “That’s The Way I Like It” sind es u. a. die Session-Cracks Eddie Gomez (Bass), Steve Jordan (Drums), Fred Simmons (Posaune), Ed Stein (Honkytonk-Piano) und Debbie Major (Gesang), die mit von der Partie waren. Besagte Debbie gastiert auch in “When Nighttime Turns To Day” und macht mit ihrem Vortrag das Stück zu einem Ereignis! Die Frau hat eine starke soul-rockige Stimme, ist laut eigener Aussage sehr vom Motown-Sound beeinflusst und wird mit Sicherheit zukünftig noch mehr von sich hören lassen: http://www.debbiemajor.com - at least eye hope so!

Das romantisch angehauchte “New Sun Rising” verzieren toll arrangierte Backing Vocals und ein zum Himmel schreiendes “Santana”-Gitarrensolo. “Back In Your Arms” ist Akustik-Blues pur, der “Pow Wow Blues” ein instrumentaler Americana-Rocker und “Broken Heart For Sale” beschwört sämtlich Götter der pentatonischen Bluestonleiter mit eindringlich gespielten Licks und Turnarounds.

FAZIT: Das musikalische Chamäleon Art Halperin dieses Mal im Blues Segment. Der New Yorker ist neben dem Projekt WORK OF ART auch in der Reggae Band “The Natural Mystics” aktiv, hat bereits als Autor das Screenplay für das Musical “Reggae On Broadway” geschrieben und protegiert nebenbei Töchterlein Meeka, das schon einige “Kinder-Pop”-CDs veröffentlicht hat. Mit “Blue-Eyed Blues” hat er mit ein paar befreundeten Musikern eines der besten Blues Alben des Jahres 2016 aufgenommen.

VÖ: 21.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.workofartmusic.com/  &  https://myspace.com/workofartny/music/songs   

NDS: 1,847

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# 19) JARTSE TUOMINEN “UNTOLD STORIES”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Jartse Tuominen - Untold Stories mc

01.  Extraordinary
02.  Hybrid Fusion
03.  Mesa
04.  Time To Go
05.  Simppa goes To Toysä
06.  Trouble Shuffle
07.  Untold
08.  Nine Lives
09.  Yeah Right
10.  Farewell

Label: Sledgehammer Ky
Web:
www.sledgehammerky.com

PROG & ART ROCK

Für Fans von: Vinnie Moore - David Bendeth - Steve Morse

FINNLAND

Beim ersten Blickkontakt glaube ich es mit dem Deep Purple Sänger Ian Gillan zu tun zu haben, so ähnlich sehen sich die beiden Protagonisten – zumindest, wenn ich mir das Front Cover des Albums „Untold Stories“ betrachte. Wer all die skurrilen „Bei-der-Geburt-getrennt“-Fotoserien kennt, die es ab und an in diversen Magazinen zu sehen gibt, der weiß bestimmt, was ich meine.

Hier spielt JARTSE TUOMINEN, ein – wie es der Name schon vermuten lässt – finnischer Gitarrist und er spielt richtig „Extraordinary“, wie es der erste Titel des Albums zutreffend verrät. Ein wildes lautes Gemisch aus progrockigen Gitarrenläufen, ultraschnellen übers Griffbrett fliegenden Soli und starkem Sound und der hier anwesende Bassist glänzt zudem mit feinen Läufen, die mich an die genialen 70er Jahre-Perlen eines gewissen „Stanley Clarke“ erinnern . „Steve Morse“, „Steve Vai“, „Larry Carlton“, „Al Di Meola“ – passt irgendwo alles, das der Finne während der knapp 43 Minuten anbietet. In den 90er Jahren hat der Musiker in Kalifornien gelebt und ist natürlich in seiner Jugend – kein Wunder – von den eben genannten Größen inspiriert worden – heute darf er sich selbst – und da wird mir jeder recht geben, der dieses Album hört, als Gitarrenhero bezeichnen.

Auch „Hybrid Fusion“ ist ein wahres Fusion-Heavy-Rock-Monster, mit seinen 146 bpm sogar gut tanzbar. Unterstützt wurde der Gitarrist bei den Aufnahmen neben den exzellenten Musikern seiner eigenen Band u. a. von Schlagzeuger BRANNON TEMPLE (schon für Robben Ford, Eric Burdon und die Dixie Chicks aktiv und dem renommierten Session-Bassisten STEVE BERNAL. Weitere empfehlenswerte Anspieltipps des Albums sind der swingende High-Class-Rock’n’Roller „Troubled Shuffle“, die Ballade “Untold” erinnert (mich) zur Mitte an den „Beatles“-Klassiker „While My Guitar Gently Weeps“, während der groovige Jam „Nine Lives“ neben den Gitarrenlicks mit saugut produziertem Orgelsound aufwartet.

FAZIT: Der finnische Gitarrist JARTSE TOMINEN ist definitiv „das nächste Ding“ am ultimativen Gitarrensternekosmos! Exzellente Technik gepaart mit saustarken instrumentalen Kompositionen. Wer Zeit hat und sich über die kurze Distanz glücklich schätzen darf: Der Ausnahmegitarrist spielt am 16. März in Berlin im „Gibson Guitar Showroom“ in der Münzstraße seinen einzigen Deutschland-Gig.

INSIDER WISSEN: Der finnische Gitarrist hat in den 90er Jahren die Band INDIANA gegründet, mit der er sogar 1994 bei der Landesvorausscheidung zum Eurovision Song Contest vorspielte, der Song „Hän lähtee tänään“ konnte sich jedoch nicht qualifizieren, gewonnen hat das Duo CAT CAT, das mit dem Stück „Bye Bye Baby“ beim 94er Finale bei 25 teilnehmenden Nationen am Ende den 22. Platz belegte. Im Videoclip ist JARTSE TUOMINEN zu sehen, wie er mit seiner akustischen Gitarre auf dem Stuhl Platz nimmt: https://www.youtube.com/watch?v=Dhl6cyCbTXY - und wen’s interessiert - der Sänger der Gruppe war Timo Rainio, den Song findet Ihr auf dessen 1996 veröffentlichtem  Studio Album “Tässä Valossa”. Von INDIANA gibt es nur das einzige Studio Album “Kristallipallo”, das 1994 vom finnischen Label “Frazer Records” veröffentlicht worden ist.

VÖ: 18.03.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.jartse.com  & https://twitter.com/jartse & https://myspace.com/jartsetuominen/music/songs

NDS: 1,848

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# 20) YVI WYLDE “THE SUPERSONIC KARMA”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Ivy Wylde - Supersonic Karma

TITELVERZEICHNIS:

01.  Baby I Feel Alright (Radio Edit)
02.  Supersonic Karma
03.  Never Too Late
04.  Stars
05.  You Don’t Have To Be Strong
06.  Pretty Electric
07.  Somebody Stole My TV
08.  Every Time You Leave
09.  The Wedding Blues
10.  Lipstick And Leather
11.  Baby I Feel Alright

Label: Timezone Records
Web: www.timezone-records.com

DISCO BLUES ROCK

Für Fans von:  Christina Aguilera – Orianthi – Avril Lavigne

DEUTSCHLAND

Britney Spears spielt Banjo, trifft sich in einem Café mit Lady Gaga, beide tanzen hin zum Tresen und treffen dort auf Taylor Swift, die sich gerade mit Brian Setzer unterhält, der auch ‘ne Menge zu sagen hat. Gibt es nicht? Könnte aber so passiert sein, wenn ich mir das erste Stück vom mir vorliegenden Album „The Supersonice Karma“ einer gewissen YVI WYLDE anhöre. Als “Glamrock – Disco – Blues“ wird es vom Label Timezone Records und als „ein bisschen speziell“ von einer Mitarbeiterin (Hi, Charlotte!) angekündigt. Ein Fall für Dr. Music? Yep!

Das scharfe Modell auf dem CD-Cover (ich meine natürlich die wunderschöne schwarze Fender-Axt – ich besitze auch noch eine aus den 70er Jahren) animiert mich dazu, das Album gleich mal in den Player zu hauen. Dass es sich dann doch nicht um eine Original-Fender handelt, erfahre ich erst später. Das erste gutgelaunte Stück “Baby I Feel Alright” ist auf jeden Fall ungewöhnlich – das Banjo wird übrigens selbst von Chefin IVY gespielt.

Im bläsersatz-bubblegum-poppigen Titelsong wirft die Blondine um sich mit einem Haufen bluesiger Licks, stimmlich liegt sie hier noch irgendwo zwischen Deborah Harry (Blondie) und Namensvetterin Kim Wilde, und dann plötzlich: Ab Minute 01:47 brüllt ein elektrisches lautes Gitarrensolo los und erfüllt den Raum: <oh yeah> ruft die Musikerin und mittlerweile ist die Geschichte zu einem harten Blues Rocker mutiert. Modische Vokalklangeffekte beschließen die abwechslunsreiche Songstruktur.

Never Too Late“ ist ein Disco-Rocker a la „Inxs“ und „Prince“ und zwischen den Strophen ist Zeit für einen jaulenden Jammerhakeneinsatz (Gitarristen wissen, was ich meine), der rockige Solo lässt auch nicht lange auf sich warten, in “Stars” gibt’s ebenfalls einen – dieses Mal sogar metallisch eingefärbt - mit technisch anspruchsvollem „Two-Hand-Tapping“.  Der ersten “richtigen” Blues kommt mit „You Don’t Have To Be Strong“, in „Pretty Electric“ wird die Slidegitarre ausgepackt  <everybody told me – Ivy you have to play the blues – but  I always thought I couldn’t – cause in pop have been my roots – so I opened a bottle heineken and smoked a cigarette – suddenly I got the blues – and started playing my bottleneck> der biographische Zugang der Gitarristin zur Materie Blues. Und meine Herren der Schöpfung – auch das Ding mit dem Röhrchen auf dem Finger hat sie drauf! Der beste Song bisher! Es wird lauter: „Somebody Stole My TV“ brettert los mit Heavy Riffs, „Every Time You Leave“ zeigt, dass sich IVY in jungen Jahren auch die eine oder andere „Stevie-Ray-Vaughan“-Scheibe reingezogen haben muss. Ein dickes fettes Highlight kommt mit dem „Wedding Blues“: Knackige Funk-Rock-Gitarre mit artifiziellen Flageoletttönen und scharfer von ACHIM PUTZ gespielter Mundharmonika.

FAZIT: Kein Fall für eingefleischte Puristen! Die „Candy Dulfer“ der Blues-Rock-Gitarre überrascht auf ihrem Album “The Supersonic Karma” mit einem interessanten und gewagten Mix aus Blues, Rock, Disco und Teenie-Pop-Elementen. Unterstützt wurde die exzellent aufspielende Hammerfrau bei den Aufnahmen von Schlagzeuger & Pizzaliebhaber Rolf Hering sowie Bassist Hendrik Müller-Späth.

VÖ: 06.05.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.yviwylde.de/  &  https://www.youtube.com/user/WyldeYvi

NDS: 1,849

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, das in JEDE Sammlung gehört, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweiliges Album, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, Cover als Unterlage im Katzenklo - CD als Untersetzer

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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..... und hier kommst Du zu den Neuvorstellungen der aktuellen KW

Im noch jungen Jahr haben wir Euch u. a. die neuen Alben von  ONMENS, ZOMBOY, PARAGON, TOWNS OF SAINTS, HOOVERPHONIC, CAUSA SUI, COUNTER-WORLD EXPERIENCE, SUNNY WAR, 3 DOORS DOWN, CULT OF LUNA, AMON AMARTH und den TACOATS vorgestellt. Zur Navigation benutze die unten angegebenen Links, die Dich zurück ins Hauptverzeichnis bringen.

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