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In der Rubrik Live Album des Monats findest Du das Live Album, das im letzten Monat von allen gehörten und rezensierten Live Alben mit dem besten Notendurchschnitt bewertet worden ist. Im letzten Monat haben wir uns für das Album “Live At Rockpalast - Cologne 1976” von der PAT TRAVERS BAND entschieden. Das Album wurde mit dem Notendurchschnitt 1,793 bewertet.

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Pat Travers “Live At Rockpalast - Cologne 1976”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Pat Travers RP 1976 MIG by Manfred Becker

TITELVERZEICHNIS:

01.  As My Life Flies
02.  Stop And Smile
03.  Hooked On Music
04.  Feelin’ Right
05.  Need Love
06.  You Don’t Love Me
07.  Statesboro Blues
08.  Medley 1 & 2
09.  Boom Boom
10.  Rock And Roll Susie
11.  Makes No Difference

Line Up:

Pat Travers (vocals, guitars)
Peter “Mars” Cowling (bass)
Nicko McBrain (drums)

Label: MiG Music GmbH
Web: www.migmusic.de

Das linke Bild zeigt Pat Travers beim RP-Auftritt, wie er gerade die mit einem Humbucker Pickup ausgestattete Fender Telecaster Custom bearbeitet. Als Effektgeräte nutzte er einen MXR Phaser 100 und den Cry Baby Wah Wah
(Pressefoto Pat Travers Band MIG by Manfred Becker)

CLASSIC ROCK

Für Fans von: Rory Gallagher - Johnny Winter - Frank Marino

KANADA

Eigentlich sollte ich diese Zeilen gar nicht schreiben, weil ich eindeutig befangen bin, ich gestehe das. Seit ich 1976 das erste Album von PAT TRAVERS entdeckt habe, bin ich Fan des Gitarristen/Musikers/Sängers/Songwriters – habe mir eigentlich jede LP/CD/MC ins Regal gestellt – auch als – so Mitte der 80er Jahre – der Ideenfluss des Kanadiers zunächst erst mal versiegt schien und es auch ein paar mittelmäßige Alben gegeben hatte. Warum auch immer – es interessierte mich nicht. Rein in die Sammlung und gut. Am 04. November 1976 war Pat zu Gast im Rockpalast gewesen – Fingerzeig dafür, wie weit die Macher des Projekts ihrer Zeit voraus waren, denn die große kommerziell erfolgreiche Zeit von PT sollte erst etwas später mit dem sensationell guten Album „Crash And Burn“ folgen. Heute undenkbar, weil doch nur Musik gespielt wird, die auch irgendwo genügend Publikum garantiert. Und weil ich das Album keinem anderen überlassen möchte (sorry, Bertram), müsst Ihr halt nun leider mit meiner sehr subjektiven statt objektiven Meinung vorlieb nehmen. Jetzt gibt es das damalige 76er Konzert endlich als Mega Package (CD+DVD) von MIG und während ich hier herumlabere, laufen die ersten Trailer mit Vorschau-Videos auf weitere Veröffentlichungen von UFO („Doctor Doctor“) oder IAN HUNTER.

11 Stücke gab es im Konzert und als die Rockpalast-Thema-Melodie erschallt, greife ich blind nach rechts zum Kasten Brinkhoffs No 1, köpfe die erste Bottle und mache mich bereit auf 55 Minuten Rockparty. „As Time Flies“ ist der erste Titel, der gleich bluesrockig abgeht, Bassist Peter „Mars“ Cowling steht locker und cool am Fender Bass wie ein Buchhalter und bildet den perfekten Ruhepol zwischen dem leidenschaftlich losrockenden Gitarristen und dem relaxt umher holzenden Drummer Nicko McBrain (fränkische Mäddl Fans werden jetzt natürlich denken <häh, ist dass nich der ...???>  yep ... genau - Der, der später auch bei „Iron Maiden“ angeheuerte hatte. McBrain war erst im Herbst 1976 zur Pat Travers Band gestoßen und ersetzte den Schlagzeuger Roy Dyke.

Danach gibt es verhaltenen Applaus des schüchternen Publikums, das noch nicht so recht weiß, wo sie das heavybluesrockige Trio einordnen soll. Auch „Stop And Smile“ grooved geil , Pat mit blankem Oberkörper, wirft einen “Oh Yeah”-Growl ins Mikro, spielt ein paar Akkorde, die vom A/DA Flanger zementiert werden, bevor er zum ersten kurzen Solo ausholt, einer Mischung aus funky Licks und pentatonischer Blues-Skalen-Ekstase.

Pat bedankt sich artig beim (sitzenden) Publikum für den lauter werdenden Applaus und nach kurzer Beratungspause gibt es „Hooked On Music“, mit dem er noch vor dem 3 Jahre später folgenden legendären Auftritt von „Mothers Finest“ zeigte, wie gut Funk und Rock miteinander funktionieren. Das Stück zeigt, wie tight die drei Musiker zusammen gespielt haben, und Pat legt dann los mit dem besten Solo bis dahin, geile Blues-Licks scharf angerissen, greift über mit der rechten Hand (a la Rory Gallagher) und treibt seine Gefährten zum Crescendo, um dann in den höchsten Lagen seines Gitarrenhalses auch ein paar „Hendrix“-Riffs hervorzuholen.

Funky geht’s weiter mit „Feelin Right“ – Bassist Cowling bedient keine gängigen Schemata, sondern spielt vom Thema losgelöste Figuren und besinnt sich aber in der groovenden Hookline auf die Basics, um dann wieder während Pat’s Gitarrensolo eigene Wege zu gehen. In ”Need Love” - <this is one for the ladies> kündigt Pat an – gibt es bereits ansatzweise Fragmente des späteren Solos des Rock-Hammers “Gettin’ Betta” zu hören. Pat hat im Konzert eine Fender Telecaster gespielt, vor dem Klassiker „You Don’t Love Me“ sattelt er sich seine Gibson Melody Maker um und legt nach dem Statement <this one is for the guys who have trouble with their women> los – lange vor Blackfoot und Molly Hatchet - mit einem knackigen Southern Metal Cracker – und - hell yeah – natürlich gibt es auch eine Slidegitarreneinlage, die nicht hinter einem Duane Allman zurückstehen muss. Es geht weiter zum Taj Mahal-Klassiker „Statesboro Blues“, der hier in einer starken Blues-Headbänger-Version zelebriert wird. PT spielt mit dem Publikum – wirft stille Pausen ein – und hat viel Spaß mit dem Boogie Rocker.

Und mittlerweile klatscht das Pub bereits bevor der Song zu Ende ist. Pat stellt die Band vor und entschuldigt sich gleichzeitig, dass er seine Gitarre nachstimmen muss und kündigt Niko vom Hackney in London an, Der (ebenfalls englische) Bassist Mars ergreift das Wort und stellt in ulkigem “Cockney”-English Pat from Toronto vor. Das darauf folgende 06:17 Minuten lange „Medley“ bringt einen Hauch authentischen Heavy Blues Prog Rock ins Rockpalast Studio. Danach jetzt geht es wieder zur Telecaster – „Boom Boom“ steht an – vorher wird noch schnell das Drumset gestimmt. <i think we need another drumkey> Ein Drum Technician wird auf die Bühne gebeten und dann gibt es die “Rock And Roll Suzie”, die PT für seine old lady (in den USA in Rockerkreisen gebräuchliche Bezeichnung für das Herzblatt und da bekomme ich gleich wieder Bock, mir die komplett SOA-Serie reinzuziehen!) geschrieben hatte. Und wie er seine Liebste schätzt, zeigt PT im saugeilen Gitarrensolo.

FAZIT: Schade, dass PAT TRAVERS immer nur auf den von zahlreichen Cover Bands gespielten Klassiker „Boom Boom“ festgenagelt wird, der Mann ist vielseitiger, als er in vielen Medien dargestellt wird. Geile Stimme, herausragende Gitarrentechnik, erstklassige Live Performances – ich sehe ihn auf jeden Fall auf einer Stufe mit Rory, Johnny und Frank (Marino). 62 Minuten ungehobelter authentischer Classic Heavy Blues Rock – die PAT TRAVERS BAND mit einem zeitlosen Konzert, das auch heute noch zum Besten gehört, das seine Visitenkarte im Rockpalast abgegeben hat. Und im 8seitigen Booklet gibt es rare Photos, die während des Rockpalast-Soundchecks aufgenommen worden sind.

VÖ: 24.02.17

Verfügbarkeit: DVD + CD

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.pattravers.com  & https://youtu.be/L17NDCryZ1A & https://youtu.be/LvD9KCNYjv8

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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