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In der Rubrik Electronic Album des Monats findest Du das Electronic Album, das im letzten Monat von allen gehörten und rezensierten Electronic Alben mit dem besten Notendurchschnitt bewertet worden ist. Im letzten Monat haben wir uns für das Album “Ballett 3 & 4” von KLAUS SCHULZE entschieden. Das Album des Electronic Maestros wurde mit dem Notendurchschnitt 1,833 bewertet.

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KLAUS SCHULZE “BALLETT 3 & 4”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  

Klaus Schulze - Ballett 3 + 4

TRACKLISTING CD 1: (TT: 79:10)

01.  Ballett 3: My Ty She (75:40)
02.  Schauer der Vorwelt (03:30) - Bonus Track

TRACKLISTING CD 2: (TT: 77:59)

01.  Ballett 4: Mellowtrone (13:53)
02.  Ballett 4: Soft’n’Groovy (30:00)
03.  Ballett 4: To Be Flat (23:52)
04.  Eleven 2 Eleven (10:14) - Bonus Track

Label: MIG-Music GmbH
Web: www.mig-music.de

AMBIENT ELECTRONIC

Für Fans von: Peter Baumann - Roedelius - Ryuichi Sakamoto

DEUTSCHLAND

Nach einer kleiner anfänglichen Herausforderung liegt sie dann endlich im Player – die neue Doppel CD von KLAUS SCHULZE, dem Elektronikpapst aus Deutschland. Die CD war so dermaßen in das Digipack genagelt, dass es mir nur mit Kraftaufwand gelang, die Disc aus den Klammern zu lösen. Das sind dann die Momente, in denen ich erkenne, dass sich mein regelmäßiger Besuch im Fitness-Center doch irgendwo gelohnt hat.

<was wäre aus dem schlagzeuger klaus schulze geworden, hätte nicht ein geiwsser dr. robert „bob“ moog ab 1963 seine moog-synthesizer gebaut> möchte Albert Piltz in einem im November 2004 mit dem Klangfetischisten geführten Interview wissen, das im übrigen neben sämtlichen Produktionsnotizen in deutscher und englischer Sprache im 16seitigen beiliegenden Booklet abgedruckt ist. „Ballett 3 & 4“ ist zwar ein kurzweiliges Vergnügen, aber zum Hören wird ein gewisses Maß an Geduld und Zeit verlangt, denn schon der erste Track „My Ty She“ dauert 75:40 Minuten und macht es (zumindest ohne eigene Bearbeitung mit der Software von Magick) nicht möglich, von einem Punkt zum anderen hin & her zu springen. Ist aber auch nicht so vorgesehen, KS sieht gerade in längeren Stücken die Möglichkeit gegeben, sich musikalisch zu verwirklichen.  Die Komposition startet mit weltmusikalischem Ambiente, die aus sensibel weinender Violine, Oboe und Cello bestehende String-Sektion kommt nicht aus der Retorte, sondern wurde „handmade“ von WOLFGANG TIEPOLD, THOMAS KAGERMANN und TOBIAS BECKER eingespielt. Die kammersinfonische Elektronik-Perle gab es schon mal 2000 auf der streng limitierten 10er Box „Contemporay Works“ – toll, dass dieser wundervolle „Long John“ (*) jetzt noch einmal zur Verfügung gestellt wird.

Desweiteren verrät KS, dass er das „Ballett“ (Volume 1 & 2 sind ebenfalls als Doppel-Disc wiederveröffentlicht worden: VÖ: 27.01.17. – liegt uns leider nicht vor) für seine Mutter geschrieben hat, eine ehemalige Tänzerin, die sogar in der Mailänder Scala einige Auftritte gehabt hatte, bevor sie sich in den 40er Jahren ihren Mutterpflichten widmen musste. Andere Zeiten – andere Sitten – heute tanzt eine schwangere Beyonce über die Grammy-Bühne und lässt sich sogar noch im Vorfeld ihrer Niederkunft – natürlich ist auch das gut zu vermarkten – von einem professionellen Fotografen in “Dauphine” Unterwäsche ablichten.

Kommerz war aber noch nie im Sinne von KS, der nach seiner Gruppenphase in den 70ern zu einem der Gründer der heute längst legendären „Berlin School“ gehörte und Musik machen wollte abseits der handelsüblichen Chart-Stigmatisierungen der Industrie. Ab Minute 13:25 setzt JULIA MESSENGER ein mit lieblichem sirenenhaften Gesang – die Dame haben wir schon erwähnt im Rahmen der Re-Isse des Albums „Another Green Mile“. Die australische Songwriterin, die ihre Dienste auch schon DJ Ferry Corsten oder dem „Kraftwerk“er Henning Schmitz zur Verfügung gestellt hat, ist überwiegend im Electronica-Chillout-Umfeld aktiv und hat bereits ein paar Solo Alben veröffentlicht. Hier steuert sie einen phantasievollen Mix aus zarten Melodien und mystischen Silbenfragmenten bei und Tomas Kagermann verziert dazu die sensitive Atmosphäre mit filigran-lyrischem Oboen-Spiel.

Als Bonus Track gibt es ein bisher unveröffentlichtes gruseliges Tech-House-Groove-Monster (140,5 bpm), das zeigt, dass der mittlerweile ja auch schon in seinem siebten Lebensjahrzehnt umher wandelnde KS auch viel Spaß an knackigen Dance-Tracks hat – „Schauer der Vorwelt“ ist hervorragend einsetzbar bei Halloween-Partys oder ähnlichen Events. Wer die holde Maid ist, die in den 3 ½ Minuten voller Entsetzen aus Leibeskräften krakeelt, ist mir bisher leider nicht bekannt. Mit dementsprechender Promotion ginge das Teil auch direkt in die Charts hinein!

CD 2 beinhaltet das 14minütige „Mellowtrone“ und vor allem die Synthesizer-Spezialisten wissen, dass es sich beim Song wohl um eine Liebeserklärung handelt an das Instrument, das popmusikalisch erstmals in den 60er Jahren eingesetzt worden ist (u. a. von den Bands „Genesis“, „King Crimson“, „Nektar“) und auch bis heute noch Bestandteil eines fast jeden Equipment-Sets einer Art Rock oder Electronic Band ist. Mehr zum Instrument, zu seiner Historie und vor allem zur Musik diverser Acts finden Interessierte hier: http://www.planetmellotron.com/

Der Titel „Soft’n’Groovy“ hält genau das, was er verspricht: Ambienten relaxt groovenden Lite-Funk. Und auch hier bringt sich Thomas Kagermann wieder ein mit wundervollem Violinenspiel und exzentrischen Gesangsmelodien, die ein paar dezent versteckte Anleihen beim indischen Solkattu verraten. Ganz stark auch die in der Mitte des Stücks konträr zum Rhythmus gesetzten Pizzicatos.

(*) Long John ist unsere liebevolle Bezeichnung für einen Titel in Überlänge (> 10 Minuten), weil wir auch regelmäßig (schon seit etlichen Jahren) aus lauter Gaudi eine Chart-Liste mit überlangen Titeln pflegen. Legendäre Long Johns der Musikgeschichte sind z. b. “In-A-Gadda-Da-Vida” (Iron Butterfly) oder “Star Storm” (von UFO).

VÖ: 24.02.17

Verfügbar: CD & Vinyl &  Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.klaus-schulze.com & www.klauschulze.net & https://vimeo.com/4577981 (Oldie-Clip)

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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